"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen,
verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld um für etwas besseres zu bezahlen."


Zitat: John Ruskin (engl. Sozialreformer 1819 - 1900 )


Hauseigentümer und Mieter können jetzt bei Handwerkerrechnungen noch mehr Steuern sparen: Bis zu 1.200 Euro zieht das Finanzamt nun direkt von der Einkommenssteuer ab, wenn entsprechende Arbeitsleistungen von Handwerkern nachgewiesen werden. Bisher betrug der maximale Steuerbonus für Handwerksleistungen lediglich 600 Euro.

Geltend machen können die Auftraggeber von Handwerkern pro Jahr Handwerkerrechnungen in Höhe von zusammengerechnet maximal 6.000 Euro. Davon zieht das Finanzamt unabhängig vom Steuersatz und der Steuerklasse des Antragstellers pauschal 20 Prozent des Rechnungsbetrags als Bonus von der Steuerschuld ab. So reduziert sich die Einkommenssteuer um maximal 1.200 Euro.

Absetzbar sind jedoch nach wie vor lediglich die Arbeitskosten, die der Handwerker in Rechnung stellt. Material- und andere Sachkosten können wie schon in der Vergangenheit nicht von der Steuer abgesetzt werden. Zudem darf die Handwerkerrechnung nicht bar bezahlt werden, sondern der Rechnungsbetrag muss überwiesen werden. Ein entsprechender Nachweis, beispielsweise in Form einer Kopie des Kontoauszugs, muss der Steuererklärung beigefügt werden.

Die Verdoppelung des maximal absetzbaren Rechnungsbetrags ist Teil des Konjunkturpakets, mit dem die Bundesregierung die Wirtschaft und das Handwerk im Land fördern möchte. Zudem sollen die Regelungen der Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit entgegenwirken. Die Kosten der Handwerkerregelung werden für die kommenden fünf Jahre auf insgesamt 5,4 Milliarden Euro beziffert. Schätzungen zufolge sollte ein wesentlicher Teil dieses Betrags jedoch durch Mehreinnahmen ausgeglichen werden, da mit der Regelung mehr Handwerksleistungen korrekt abgerechnet und versteuert werden.